Samstag, 30. Januar 2016

"Der Vorleser" von Bernhard Schlink

Nach einer langen Krankheit schafft er doch gerade so die Klasse und wird doch noch versetzt. Zu verdanken hat er dies nur einer einzigen Frau, Hanna. Er ist 15 und sie ist viel älter. Doch trotzdem besuchte sie jeden Tag, liest ihr vor, lässt sich von ihr baden und liebt sie. Er lässt sich immer wieder Ausreden einfallen, wieso er nicht am Abend essen und seine Familie teilnehmen kann, wieso er so lange weggeblieben ist usw. Doch er kann nicht dazu stehen, dass er eine sehr viel ältere Frau wirklich liebt. Er erzählt keinem etwas davon. Doch plötzlich ist Hanna verschwunden.

Als er nach dem Examen von der Schule ins Studium übergetreten ist nimmt er an einer Seminargruppe teil, die sich mit einem Gerichtsverfahren auseinandersetzt, bei welchem er seine Geliebte als Angeklagte wieder findet. Eigentlich müsste er nur einmal die Woche in der Verhandlung als Zuschauer bei Sitzen, doch er kommt täglich.

So viel zum Inhalt dieses Buches, wer die gesamte Geschichte erfahren möchte muss es selber lesen.
Die Sprache ist leider an manchen Stellen sehr schwer geschrieben, vieles muss man mehrfach lesen um es zu verstehen. Es wird auch alte Rechtschreibung verwendet, was den ein oder anderen Leser verwirren könnte. Am Anfang macht dieses Buch den Eindruck einer typischen Schullektüre. In meinem Fall war es dies sogar. Jedoch spätestens ab der Abgrenzung zum zweiten Teil (im Buch) kommt man gut in die Geschichte hinein und kann auch die Gedanken und Gefühle der erzählenden Person sehr gut mitfühlen. Die gesamte Geschichte spielt sich im Raum Heidelberg/Mannheim ab. Überrascht hat mich das doch ziemlich traurige Ende, aber es passt einfach. Wenn es stimmt, was die erzählende Person sagt, basiert die story auf einer wahren Begebenheit, doch genauer kann ich dies leider nicht nachweisen.
Für Klassik Fans ist dies auf jeden Fall ein Muss!

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