Sonntag, 14. Februar 2016

„Die geheimen Worte“ von Rebecca Martin

Sophie und Anne sind Geschwister. Anne hat schon eine Familie gegründet und eine Tochter bekommen. Sophie ist etwas jünger und sehr naiv. Aufgewachsen sind beide in Kreuznach, unter wohlhabenden Verhältnissen. Doch als ein geheimnisvoller Engländer in ihr Leben tritt verändert sich alles schlagartig.
Einige Generationen später: Gerade haben die Frauen das Wahlrecht erhalten, doch die Eltern von Marlene halten nichts davon. Jede innovative Idee und vor allem Ideen und Lehnwörter aus Frankreich werden aufgrund der Kriegsereignisse strikt abgelehnt. Doch Marlene will von ihrem Wahlrecht Gebrauch machen, sie werde ich nicht irgend einem Mann hingeben der aus gutem Hause kommt, sie will die große Liebe finden.

Der Schreibstil der Autorin ist der Verhältnissen angepasst, d.h. in den Szenen, welche in den Bereich der Familien jeweiliger Töchter fällt ist auch der Schreibstil entsprechend gehoben. In Szenen, in welchen es sich nicht unbedingt um die Verhältnisse und in den Verhältnissen des Wohlstandes dreht ist auf der Schreibstil der Location und den Umständen angepasst. Das gefällt mir ganz gut, auch der Beschreibung der Orte und Umstände ist gut gelungen. Doch die Geschichte an sich Beck nicht viele Geheimnisse, erst auf den letzten Seiten bekommt das Buch eine gewisse Ahnung von Spannung. Diese fehlt im gesamten 1. Drittel fast gänzlich. Auch wirklich spektakulär ist die Geschichte an sich nicht der schafft es auch der gute Schreibstil und die eingeblendeten Gedanken der handelnden Personen nicht, die Sache herauszureißen.

Alles in allem ist das Buch mittelmäßig gelungen, die Spannung ist nicht viel sein sollte, auch die Geschichte verbirgt nicht viel, aus welchem man wirklich etwas noch raus reißen könnte. Der Schreibstil ist aber gut gelungen und passt sich der Situation jeweils an. Auch die Einblendung der Gedanken an manchen Stellen der handelnden Personen finde ich sehr gut.

Ich vergebe 2,5 von 5 Sternen.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen