Samstag, 19. März 2016

„Kirschblüten und rote Bohnen“ von Durian Sukegawa

Als vor dem Imbiss plötzlich eine alte Dame auftaucht und ihm anbietet, ihn bei seiner Arbeit zu unterstützen hat der Verkäufer extreme Vorbehalte, denn die alte Dame ist keine gewöhnliche alte Dame. Sie ist aufgrund einer Krankheit an den Händen eingeschränkt und auch das Gesicht scheint nicht ganz „normal“. Doch sie gibt nicht auf, irgendwann stellt er sie ein und sie bringt ihm bei, die beste Bohnenpaste weit und breit herzustellen. Doch die Vorbehalte des Verkäufers sind nicht ganz unbegründet gewesen, der Umsatz des Imbiss bricht plötzlich extrem ein und dann beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit.

Der Schreibstil des Autors ist sehr einfach gehalten, wodurch sie das Buch innerhalb kürzester Zeit lesen lässt. Da die Geschichte so unglaublich fesselnd ist kann es durchaus passieren, dass man das Buch komplett von vorne bis hinten an einem Tag verschlingt. So ist es mir gegangen. Ich hatte jedoch mit den Namen der Charaktere und der verschiedenen Köstlichkeiten anfänglich so meine Probleme, bis ich das Glossar im hinteren Teil des Buches entdeckt habe. Hier sind die gesamten Köstlichkeiten erklärt und damit hat sich auch mein Problem mit den Namen und den Süßspeisen geklärt.
Die Ausstattung des Buches an sich ist auch sehr gut, es ist ein Hardcover Buch mit einem Lesebändchen. Der Einband ist rosa gestaltet und das Lesebändchen passend dazu ebenfalls. Das Bild auf der Titelseite finde ich wunderschön und es beschreibt den Inhalt des Buches so perfekt ohne zu viele Details zu verraten.

Alles in allem kann ich sagen, dass das Buch definitiv lesenswert ist und man auch viele wissenswerte Details über die Lepra Krankheit und den damaligen Umgang damit lernen kann. Das Sanatorium, was am Ende des Buches der Schauplatz ist gibt es wirklich was für mich noch mal ein deutlicher Pluspunkt darstellt. Ich betrachte die Geschichte als sehr verspielt mit genau der richtigen Mischung aus Gefühl und Humor. Manche könnten jedoch auch sagen, es sei kitschig was ich jetzt nicht abstreiten würde, jedoch mag ich solche Bücher.

Ich vergebe 4,5 von 5 Sternen, da mir am Ende doch der letzte Funke gefehlt hat, der meines Erachtens nach doch noch hätte überspringen müssen um 5 Sterne zu bekommen.

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