Samstag, 8. Oktober 2016

„Die Frauen von la Principal“ von Lluis Llach

Die schauerliche Geschichte einer Familie um 1940

Maria lebt mit ihrem Vater und ihren Brüdern auf einem renommierten und bekannten Weingut. Die Zeiten sind nicht immer gut, Krieg hat vieles verändert. Das Weingut läuft nicht mehr optimal und somit setzt sich der Vater mit den Brüdern nach Barcelona ab. Maria muss zurückbleiben um mit ihrer Amme Ursula und diversen Angestellten das Gut in Ordnung zu halten. Nach dem plötzlichen Tod ihres Vaters wird ihr ein folgenschweres Erbe überlassen. Als dann nach einiger Zeit die Ermittlungen in einem Mordfall wieder aufgenommen werden droht alles, was ihr lieb und teuer ist ins Wanken zu geraten.

Der Schreibstil des Buches ist angenehm zu lesen. Mit den Namen kommt man jedoch gerne durcheinander, denn alle weiblichen Nachkommen in dieser Familiendynastie werden auf den Namen Maria getauft. Da kommt man schnell durcheinander. Mit der Zeit jedoch und wenn man die Zeitangaben am Anfang der einzelnen Kapitel beachtet kommt man gut in das Buch rein. Die Geschichte ist wirklich interessant, gerade weil sie auch Themen beinhaltet, die in den Jahren um 1940 ein tabu waren. Lediglich die Emotionen haben mir definitiv gefehlt, denn Potenzial für eine gefühlvolle Geschichte hätte dieses Buch auf jeden Fall. Aber meine Augen sind trocken geblieben, d. h. der Schreibstil war zwar angenehm zu lesen, wie schon erwähnt aber die Emotionen haben definitiv gefehlt. Im Mittelpunkt dieses Buches standen die Tabuthemen, die ich eben erwähnt habe, was mir wirklich gefallen hat. Der Schwerpunkt liegt auf dem historischen Kontext und somit ist dieses Buch ein gut geschriebener  historischer Roman.

Um noch einmal zusammenzufassen, ein wirklich angenehmer Schreibstil trifft auf eine unglaubliche Geschichte. Die Emotionen fehlen mir aber, deshalb kann ich nur 4 von 5 Sternen vergeben.

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