Samstag, 31. Dezember 2016

„Gustaf. Alter Schwede“ von Claus Vaske

400 Jahre tot und trotzdem besser als mancher Paartherapeut

Saskia und Achim, ihr Leben scheint perfekt. Sie haben 2 wundervolle Kinder und gerade ein Haus gekauft. Eine ehemalige Burg, wie sie später erfahren. Doch die Maklerin scheint ihnen nicht alle Schlüssel ausgehändigt zu haben, denn es geschehen seltsame Dinge. Der Bierkasten lehrt sich von alleine, plötzlich brennt morgens im Keller das Licht und der Käse verschwindet immer aus dem Kühlschrank. Wie immer, es war mal wieder niemand. Die Tochter, 14 Jahre alt und mitten in der Pubertät findet das Haus auf dem Land ziemlich uncool. Öffentlich beschwert sie sich bei ihren Freunden über das schlechte Internet (der WLAN Router ist schon wenige Tage vor ihrem Einzug eingebaut worden) und hat sowieso zu jedem Thema ihre eigene Meinung. Bis plötzlich wie aus dem Nichts Gustaf auftaucht. Ein 400 Jahre altes Gespenst, das im verschlossenen Raum im Keller haust. Von diesem Tag an gibt es keine Langeweile mehr (zumindest nachts).

Der Schreibstil in diesem Buch liest sich sehr flüssig und ist sehr gut bildlich beschrieben, jede einzelne Szene taucht vor dem Auge des Lesers auf. Man ist wie in der Geschichte drin, die Erzählperspektive ist wunderbar gewählt. Die Darstellung der einzelnen Charaktere wirkt authentisch und wird jedem einzelnen gerecht. Selbst von der Darstellung des Geistes kann ich das behaupten. Die Geschichte ist unglaublich lustig, wobei mir an manchen Stellen doch ein bisschen die Ernsthaftigkeit fehlt. Für meinen Geschmack beinhaltet das Ende auch noch zu viele unnütze Details, was dieses für mich minimal lang gezogen hat.

Da ich mit diesem Buch wirklich viel Spaß hatte und zufrieden bin kann ich gute 4 von 5 Sternen vergeben.

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