Donnerstag, 2. Februar 2017

„Das Glück kennt kein Erbarmen“ von Harald Schmidt

Kann das Leben gerecht sein?

Nach einer Trennung hat sich Thomas erst mal eine Auszeit am Meer gegönnt. Als er am Strand entlang läuft fällt ihm eine junge Frau auf, sie ist drauf und daran in den sicheren Tod zu gehen. Alle Warnrufe, dass das mehr weiter hinten tiefer wird ignoriert sie. Starren Schrittes steuert sie auf den sicheren Tod zu. Er sieht gerade noch, als sie untergeht. In einer atemberaubenden Rettungsaktion gelingt es ihm jedoch, diese Frau aus dem Wasser zu ziehen. Er beginnt sofort mit den Wiederbelebungsmaßnahmen und er schafft es, nach geraumer Zeit öffnet sie die Augen. Doch wenn er noch glaubte, sie würde sich darüber freuen und sei dankbar, dass er das Leben gerettet hat verlor er dieses glauben in ebendiesem Moment.

Der Schreibstil des Buches ist angenehm zu lesen. Die Protagonisten in dem Buch werden einem schnell sympathisch oder auch nicht. Ebenso wie es in einem abwechslungsreichen Buch sein soll. Ein Buch, das das Thema Missbrauch und das Thema Krebs vereint. Was mich am Anfang schockiert hat hat es mich am Ende berührt. Die Darstellung der unterschiedlichen Sichtweisen auf diese ernsten Themen finde ich sehr gut gelungen. Der ich-Erzähler in diesem Buch blickt reflektiert auf die Geschehnisse und kann sie so wunderbar erläutern.
Aber irgendetwas hat mir gefehlt, ich kann nicht ganz sagen, was es war, aber voll und ganz ist der Funke nicht übergesprungen, ich bin aus irgendwelchen Gründen nicht vollkommen überzeugt von diesem Buch.

Das trotzdem eine super gute Leistung war vergebe ich 4,5 von 5 Sternen.

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