Donnerstag, 2. März 2017

„Die Therapeutin“ von Camilla Grebe und Äsa Träff

Mitreißend

Siri ist nur eine ganz normale Psychotherapeutin. Man hat sie schwere Fälle, mit Suizidgefahr, manchmal hat sie es lediglich mit Zwängen und Zwangsvorstellungen zu tun. Tagtäglich schlägt sie sich mit der Psyche unterschiedlichster Menschen rum und selbst steckt sie seit dem Tod ihres Mannes in einer Spirale aus Wahnvorstellungen und Ängsten fest. Doch es sind nicht nur ihre Zwänge und Ängste, welche ihr Probleme bereiten, es ist eher die Person, die sich ihre Ängste zu Nutze macht und ein böses Spiel mit ihr treibt...

Der Schreibstil in dieser Geschichte zeigt 2 Sichten in der ich-Perspektive, die Sicht von Siri und immer wieder kurze Passagen aus der Sicht ihres Verfolgers. Es ist gut, dass die Passagen in verschiedenen Schriftarten gehalten sind, denn sonst würde man heillos beim Chaos und Durcheinander versinken. Aus der Sicht von Siri wird immer mal wieder ein Rückblick auf ihrer Vergangenheit geschildert. Aber auch die Gegenwart gibt es in ihrer Sicht. Deshalb das eben erwähnte Chaos, es ist nämlich schon schwer genug, die Vergangenheit und die Realität von Siri auseinanderzuhalten. Müsste man jetzt noch die Sicht des Verfolgers extra abgrenzen wäre das doch zu viel. Ich bin ganz dankbar über die beiden verschiedenen Sichtweisen. Auch die story an sich ist sehr gut, immer wieder wird man auf eine falsche Fährte geführt und am Ende … Da verrate ich natürlich nichts dazu ;-)

Da ich wie man merkt begeistert bin kann ich nicht anders und muss/freue mich darüber 5 von 5 Sternen vergeben :-)

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