Sonntag, 14. Mai 2017

„6 Uhr 41“ von Jean-Philippe Blondel

Die Gedanken während einer Reise


Zwei Menschen nehmen den Zug. Sie setzen sich in ein Abteil und lassen Ihren Gedanken freien Lauf. Was kann ein Mensch während einer Zugfahrt so alles denken? Soll er mit dem anderen sprechen? Ist es vielleicht doch besser, wenn man den anderen in Ruhe lässt? Kennt man den anderen vielleicht schon?

Genau mit diesen Fragen beschäftigt sich das Buch „6 Uhr 41“ von Jean-Philippe Blondel.
Der Schreibstil ist recht angenehm zu lesen, jedoch an einigen Stellen recht verwirrend, da die einzelnen Kapitel zwar voneinander abgegrenzt sind, durch einen etwas größer geschriebenen Buchstaben aber man weiß nicht, welche Person gerade die gelesenen Gedanken denkt. Die erste Hälfte dieses Buches war ich komplett verwirrt, erst dachte ich es ist eine Frau, da dachte ich es ist ein Mann, erst dann wurde mir klar, dass es auch zwei verschiedene Personen sein können. Das hat leider auch einiges von der Geschichte für mich schwammig und unklar gemacht. Schon jetzt habe ich das Gefühl, dass ich kaum er weiß, worum es in diesem Buch gegangen ist. Es hat keinen bleibenden Eindruck hinterlassen bin leider sehr enttäuscht. Ich hätte mir definitiv mehr erhofft. Auch die Gefühle haben mir wirklich gefehlt, durch diese unpersönliche Art und der Wechsel zwischen einem ich-Erzähler und einem auktoriale Erzähler ging das Gefühl leider verloren.

Mir persönlich hat das Buch somit nicht Tiefe und Inhalt gehabt, ich bedanke leider echt enttäuscht, ich hätte mir mehr erhofft. Ich kann traurigerweise nur 2 von 5 Sternen vergeben.

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