Mittwoch, 3. Januar 2018

„Der Tag an dem der Goldfisch auf dem 27. Stock fiel“ von Bradley Somer

Experimentell


Das Seville on Roxy ist ein Hochhaus mit vielen verschiedenen Wohnungen. In jeder Wohnung spielt sich eine eigene Geschichte ab, als eines Tages der Goldfisch Ian aus seinem Goldfischglas auf dem Balkon im 27. Stock springt erlebt er während seines Falls immer einen kleinen Augenblick mit den Bewohnern der Wohnung, in welche er gerade schauen kann.

Dieses Buch ist kein konventionelles Buch, wie man es erwartet, mit klarem roten Faden oder einer zusammenhängenden, in sich abgeschlossene Geschichte. Dieses Buch ist gerade das Gegenteil davon, ungewöhnlich mit verschlungenen roten Faden und einem offenen Ende. Man erlebt mit einigen Bewohnern des oben genannten Hochhauses genau 30 Minuten ihres Lebens. Man glaubt nicht, was sich innerhalb dieser 30 Minuten alles abspielen kann.
Der Schreibstil ist äußerst interessant und experimentell, der Erzähler ist ein autorealer Erzähler, jedoch beobachtet er in jedem Kapitel abwechselnd einzelne Bewohner. Jeder Bewohner hat seine eigenen Charakterzüge, welche wirklich konsequent und sich durch das Buch erhalten.

Auch wenn dieses Buch viele gute Eigenschaften hat bin ich nicht vollständig überzeugt, durch die häufig wechselnde Perspektive gehen mir einfach die Emotionen verloren. Außerdem kann es schon verwirrend sein, gerade am Anfang.

Darum vergebe ich 3,5 von 5 Sternen.

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