Dienstag, 30. Januar 2018

"Glasherzmelodie" von Johanna Wasser

Pure Begeisterung 


Vor nicht allzu langer Zeit hat Mila ein neues Herz bekommen. Ihr eigenes hat versagt. Doch am Tag ihrer Führerscheinprüfung bricht sie plötzlich zusammen. Sie kommt ins Krankenhaus auf die Kardiologiestation. Doch sie merkt, obwohl es ihr gut geht, dass sie nicht so leistungsfähig ist, wie sie einmal war. Zu ihrem eigenen Schutz darf auch ihre kleine Schwester sie nicht mehr besuchen. Kontakt halten sie über Skype. Hier entsteht das Märchen der Glasherzprinzessin. Doch sie vermisst sie sehr. Je länger sie im Krankenhaus liegt, desto weiter sinkt ihre Laune. Bis eine Krankenschwester auf die Idee kommt, mit ihr zur Clownshow auf die Kinderstation zu gehen. Sie darf zwar nur durch eine Glasscheibe zusehen, aber besser als gar nicht. Nach kurzer Zeit fällt ihr ein trauriger Clown auf, als sie ihn sieht passiert etwas in ihr, womit sie niemals gerechnet hatte. 

Aki ist Feuerwehrmann. Als der bei einem Einsatz ein Kind aus einem brennenden Haus retten soll zögert er. Sein Chef ist der Meinung, dass etwas ihn blockiert. Somit unterzieht er sich einer Psychotherapie. Noch niemand ahnt, was diese zu Tage fördern wird. 

Der Schreibstil in diesem Buch ist sehr unterhaltsam, durch die visuelle Abgrenzung durch unterschiedliche Schriftarten kann man sich sehr gut innerhalb der einzelnen Erzählperspektiven orientieren. Ich wurde quasi in die Geschichte hineinkatapultiert. Schonungslos wird berichtet, wie die herzkranke Mila ihren Weg in ein neues Leben meistern wird. Bis zuletzt ahnt man nicht, was die Geschichte für eine krasse Wendung erleben wird. 

Da ich grenzenlos begeistert bin von diesem Buch und ich auch denke, dass dieses Thema ein sehr wichtiges ist, über das definitiv auch in Romanen, im Rahmen einer Geschichte berichtet werden muss, vergebe ich 5 von 5 Sternen und ziehe meinen Hut, vor einer grandiosen Leistung.

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