Mittwoch, 14. März 2018

„Rattatatam, mein Herz“ von Franziska Seyboldt

Authentisch, unterhaltsam und informativ


Franziska Seyboldt ist Redakteurin der taz. Schon in der Kindheit fällt sie häufiger in Ohnmacht. Sie lebt mit der Angst. Später, als sie erkennt, dass sie Hilfe braucht wird bei ihr eine Angststörung diagnostiziert. In diesem Buch schreibt sie „Vom Leben mit der Angst“.

Dieses Buch ist von der Schreibweise wirklich super. Die komplexen Themen im Bezug auf die Angststörung (Therapietheorien und Therapieansätze) werden bildlich und für jeden verständlich dargestellt. Die Angst ist in diesem Buch keine abstrakte Eigenschaft ihrer Persönlichkeit, sie ist eine eigene, handelnde Person. Dies macht das ganze so anschaulich und gezielte Metaphern lockern das doch schwere und wichtige Thema auf.

Dieses Buch hat sie, wie sie schreibt zur Verarbeitung ihrer eigenen Situation geschrieben. Ich denke nicht nur dafür war es gut, es kann auch anderen Menschen mit Angststörungen Mut machen und zeigen, dass man sich damit nicht verstecken muss. Es ist eine Erkrankung wie jeder andere auch und offen und ehrlich mit der eigenen Umwelt umzugehen ist das einfachste und authentischste. Diese Message transportiert dieses Buch ganz klar und trotz des ernsten Themas ist dieses Buch nicht nur informativ, es ist auch unterhaltsam und teilweise auch lustig.
Für diese Klasse Leistung vergebe ich volle Punktzahl: 5 von 5 Sternen.

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